Alternative Energien & Naturschutz - Brakel-Beller

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Alternative Energien & Naturschutz

Alternative Energien & Umweltschutz

In kaum einen Ort im Kreis Höxter haben die erneuerbaren Energien einen so hohen Stellenwert wie in Beller. Die Nutzung von regenerativen Energien ist ein herausstechendes Merkmal der kleinen Ortschaft. Mit der Leistung von ca. 5.300.000 KWh (Kilowatt Stunden) belegt Beller einen der Spitzenplätze der nachhaltigen Energieerzeugung im Kreis Höxter. Hier wird durch diese regenerativen Energien, im Vergleich zu anderen Orten, am meisten Strom erzeugt.

Wasserkraft
„Unerschöpfliche Energie im Einklang mit der Natur", damit zeichnet sich die Wasserkraft im Allgemeinen aus. Diese Worte sind auch auf dem Siegel des Bundesverbands Deutscher Wasserkraftwerke zu lesen. Dieses Siegel trägt die Firma Vauth & Sohn in Beller. Die Turbinen der Wasserkraftanlage werden durch den ehemaligen Mühlenbach angetrieben, der von dem Flusswasser der Nethe gespeist wird. Hier werden ca. 250.000 KWh im Jahr erzeugt.




Biogasanlagen
Beller verfügt über Biogasanlagen an zwei verschiedenen Standorten. Eine Fermenter-Biogasanlage befindet sich am landwirtschaftlichen Betrieb Hans-Jürgen Mikus, die im Bild zu sehen ist. Deren Leistung beträgt ca. 3.000.000 KWh pro Jahr. Auf dem angefügten Bild lassen sich links daran angeschlossen auch die Container zur Trocknung von Brennholz erkennen.
Eine weitere ist die Nawaro-Biogasanlage des landwirtschaftlichen Betriebs von Klemens Schmeink. Hier beträgt die Leistung ca. 2.000.000 KWh pro Jahr.
Beide zusammen bringen eine Leistung von ca. 5.000.000 KWh pro Jahr.



Sonnenenergie
Auch bei der Nutzung von Sonnenenergie mangelt es Beller keinesfalls. Das Dorf verfügt über viele Photovoltaik-Anlagen.
Alle Anlagen zusammen bringen eine Leistung von ca. 200.000 KWh. Auf dem Bild sind einige von ihnen zu erkennen.



Windenergie
Die Nutzung der Windenergie in Beller durch einen „Bürgerwindpark" ist ein Projekt für die Zukunft. Das Ziel eines solchen Windparks sollte es sein, dass die Bürger einen größtmöglichen Nutzen erzielen . Die Pachterträge dieser neuen Windenergieanlagen sollen dabei auch auf die umliegenden Flächen verteilt werden. Das heißt, dass nicht nur der Besitzer der Fläche auf dem eine Windkraftanlage steht den Pachterlös bekommen würde, sondern dass viele Anlieger in der Umgebung Nutzen davon tragen könnten. Besonders herauszustellen ist dabei die Stiftung des „Bürgerwindparks". Aus dieser Stiftung kann Geld in gemeinnützige Institutionen der Dorfgemeinschaft fließen. Somit würde der ganze Ort von der Windkraft profitieren.
Selbstverständlich kann man sich finanziell in unterschiedlichster Weise an einer Anlage beteiligen, wobei man mit einem Zins von mind. 5% rechnen kann. Erbaut werden könnten diese Windräder auf dem Belleraner Steinberg, genauer gesagt an der Hausstelle. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt eines Tages in die Tat umgesetzt werden kann.

 

Bedeutendes Vorkommen des seltenen Kreuzenzian in Beller

Bei einer Exkursion führten Dr. Beinlich und Herr Mindermann von der Landschaftsstation des Kreises Höxter Interessierte Bürger aus Beller durch das Naturschutzgebiet nahe Beller. Die Stiftung NRW hat dieses ca. 10 Hektar große Gebiet wegen seiner besonderen Bedeutung für den Naturschutz 2010 erworben.

Heimatpfleger Hermann Steinhage zeigt sich zufrieden darüber, das dieses Stück Natur jetzt in professionellen Händen ist, da ca. 25% des Kreuzenzianbestandes der BRD hier beheimatet ist. Ein privater Eigentümer könnte sich in dem erforderlichen Maße nicht um dieses schützenswerte Gebiet kümmern, so ist Hermann Steinhage sich sicher.


Genauso selten wie der Kreuzenzian ist der Ameisenbläuling, ein Schmetterling, der in einer Symbiose mit dem Kreuzenzian und einer Ameisenunterart lebt. Da die Fläche auf der man diese Pflanzen und Tiere findet über Jahrzehnte nicht bewirtschaftet wurde, konnte sich die Natur erhalten. Neben seltenen Schmetterlingen und Faltern findet man auch Vögel, z.B. den
seltenen Neuntöter oder den Baumpieper.

Dorf Der Schwalben


Beller besitzt die größte Schwalbenpopulation im gesamten Kreis Höxter. Sogar die NABU unterstützt dieses Vorkommen und leistet Hilfen, beispielsweise um die Nester der Schwalben zu erhalten und zu schützen. Die Schwalben nisten zum Beispiel auf Rochels Hof beim Getränkehandel Rehermann, bei Köring und auch bei der ehemaligen Hofstelle Georg, jetzt Vauth, sowie an einigen signifikanten Stellen im Dorf.

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü